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21. Juli 2017
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Neue Lehrer u. eine verbesserte Ausstattung braucht das Land

13.7.2012
GEW Thüringen Pressemitteilungen   
   
   
Schule in Not - Neue Lehrer/innen und eine verbesserte Ausstattung im Gemeinsamen Unterricht braucht das Land   
   
Die Thüringer Lehrerinnen und Lehrer sehen sich durch schlechte personelle und räumlich-sächliche Ausstattung in ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit zu wenig unterstützt.   
   
"Besonders die Herausforderungen des Gemeinsamen Unterrichts, die die Lehrerinnen und Lehrer in der Regel ohne sächliche und personelle Unterstützung meistern müssen, stellen eine große Belastung dar. Vier Jahre nach Einführung des Gemeinsamen Unterrichts sagen mehr als 70 Prozent der Pädagoginnen und Pädagogen, dass die Umsetzung auf ihre Kosten vollzogen wurde.   
   
Sie wünschen sich für dieses vorrangige schulpolitische Problem eine Zweitbesetzung und ausreichende Materialien zur Umsetzung. Die zweite wesentliche Aussage unserer Umfrage ist: Thüringen muss endlich mehr Neueinstellungen realisieren, um gute Schule für alle zu ermöglichen.   
   
Derzeit wird nicht einmal jede zweite altersbedingt frei werdende Lehrerstelle wieder besetzt. Diese Haushaltssanierung auf Kosten der Gesundheit der Pädagoginnen und Pädagogen sowie zu Lasten der Zukunft der Kinder muss sofort beendet werden", kommentiert Torsten Wolf, Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Thüringen die Ergebnisse der Onlinebefragung.   
   
Gute Schule für alle, das heißt für die Beschäftigten auch, die sächliche und räumliche Ausstattung der Schulen zu verbessern. Insbesondere fehlen Rückzugsmöglichkeiten und Räume für die individuelle Förderung sowie geregelte Pausenzeiten für die Lehrerinnen und Lehrer.   
   
Die zusätzlichen Aufgaben wie etwa Klassenleitung, Kompetenzerhebung, Erhebung von statistischen Daten, Elterngespräche und die Organisation des Schulalltags nehmen mittlerweile einen Umfang an, der der Arbeit am Kind entspricht und bisweilen überschreitet.   
   
Pädagogische Arbeit findet unter besonderen Bedingungen statt. Je älter die Beschäftigten, desto belastender werden Veränderungen in den dienstlichen Anforderungen wahrgenommen. Insbesondere Lärm und Stress werden als sehr gesundheitsgefährdend empfunden. Der krankheitsbedingte Unterrichtsausfall kann von den Schulen und den Kollegien kaum noch kompensiert werden.   
   
"Wir sehen unsere Forderungen durch die Befragung bestätigt", so Wolf weiter. "Thüringen muss mehr junge Lehrerinnen und Lehrer einstellen, um den Altersabgang zu bewältigen, den Anforderungen eines inklusiven Schulsystems gerecht zu werden und um eine Personalreserve zu schaffen, um krankheitsbedingten Unterrichtsausfall zu vermeiden. Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 rund 8.000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden müssen, davon sind etwa 7.000 Stellen reiner Ersatzbedarf für die Altersabgänge*."   
   
Die Ergebnisse der Onlinebefragung wurden in den letzten zwei Wochen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Bildungsminister Christoph Matschie und, mit Ausnahme der CDU, die kein Interesse zeigte, allen Fraktionen des Thüringer Landtages vorgestellt und diskutiert. Die GEW Thüringen sowie die Lehrerinnen und Lehrer, Sonderpädagogischen Fachkräfte und Erzieherinnen und Erzieher erwarten von der Landesregierung Antworten auf die sich zuspitzenden Fragen und Probleme an den Schulen.   
   
Die GEW Thüringen führt seit Anfang des Jahres mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Verhandlungen zu einem Personalentwicklungskonzept. Die Ergebnisse der Onlinebefragung werden dort eingebracht.   
   
Zum Hintergrund:   
Vom 12. März bis 20. Mai 2012 führte die GEW Thüringen eine Onlinebefragung unter Beschäftigten an Thüringer Schulen durch. Insgesamt 1.618 Pädagoginnen und Pädagogen haben die rund 80 Fragen beantwortet. Die Ergebnisse werden in einer Broschüre zusammengefasst, die zum Anfang des Schuljahres 2012/13 erscheint.  
  
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