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18. Januar 2017
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Zu wenige Regelschullehrer, zu viele Gymnasiallehrer

30.11.2016 In Thüringen werden zu wenige Regelschullehrer ausgebildet. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Christian Tischner hervor. Demnach haben in den letzten zwei Jahren nur 187 Regelschullehrer ihr Studium mit einem zweiten Staatsexamen beendet. Im gleichen Zeitraum waren es dagegen 342 Gymnasial-Lehrer. Der Sprecher des Bildungsministeriums, Frank Schenker, sagte MDR THÜRINGEN, junge Regelschullehrer würden dringend gebraucht. Es würden jedoch zu wenige Regelschullehrer und zu viele Gymnasiallehrer ausgebildet. Das Ministerium habe aber kaum Einfluss auf die Wahl der Studienrichtung und könne nur für ein Studium zum Regelschullehrer werben.  
  
Besonders problematisch ist die Situation in den naturwissenschaftlichen Fächern. Laut Bildungsministerium sind in den letzten zwei Jahren jeweils nur drei Chemie- und drei Physiklehrer fertig geworden. Ein weiteres Mangelfach ist Musik: Hier legten in den letzten zwei Jahren nur vier Regelschullehrer ihr zweites Staatsexamen ab. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum beendeten 60 Geschichtslehrer für den Regelschulbereich ihre Ausbildung.  
  
Bei der Suche nach Lehrernachwuchs kann Thüringen auch kaum auf Zuwanderer aus anderen Bundesländern hoffen. Nach einer aktuellen Modellrechnung der Kultusministerkonferenz fehlen bis 2020 bundesweit Lehrer für den Unterricht in den Regelschulen. In den ostdeutschen Ländern werden demnach pro Jahr durchschnittlich 600 Stellen im entsprechenden Sekundarbereich I nicht besetzt werden können. Der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Tischner fordert die Landesregierung auf, die Studenten stärker als bisher auf Mangelfächer zu lenken. Außerdem sollten laut Tischner statt der jährlich 500 Referendare pro Jahr 700 junge Lehrer ausgebildete werden.
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