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Deutsche Schulen sind ungerecht und unzureichend

12.3.2012
Eine neue Studie vergleicht erstmals alle Bildungsdaten aller Bundesländer miteinander. Die Bildungsforscher Wilfried Bos und Nils Berkemeyer aus Jena stellen dem deutschen Bildungssystem ein schlechtes Zeugnis aus.   
   
Die deutschen Schulen benachteiligen bestimmte soziale Gruppen, statt sie zu fördern. Wer einen schlechteren sozialen Status hat, hat weniger Chancen auf einen hohen Bildungsabschluss. Kinder, die in eine Förderschule kommen, haben fast gar keine Chance, in eine reguläre Schule zu wechseln.   
   
Außerdem wird das Schulsystem immer komplizierter, da immer neue Schulformen und Projekte entstehen. Hinzu kommen unzählige Lehrmethoden. So sprechen die Forscher von 70 unterschiedlichen Methoden der Leseförderung.   
   
Zahlreiche Schaubilder und Grafiken veranschaulichen die Ergebnisse des Gutachtens. Weblink Übrigens ist es gar nicht leicht, Bundesländerdaten miteinander zu vergleichen. So hat die Kultusministerkonferenz die Herausgabe von regionalen Daten verweigert. In der Vergangenheit habe die KMK sogar Geldstrafen für Bundesländervergleiche angedroht, heißt es bei SPIEGEL ONLINE.   
   
Im Bundesländervergleich können die neuen Bundesländer mit den kleinsten Klassen punkten. Thüringen führt diese Liste mit 19,3 Schülern an. Auf dem letzten Platz liegt Nordrhein-Westfalen, dort ist die Durchschnittsklasse 26,4 Schüler stark.   
   
Beim zahlenmäßigen Lehrer-Schüler-Verhältnis steht Sachsen-Anhalt an der Spitze mit rechnerisch 10,0 Schülern pro Lehrer. In Thüringen sind es demnach 10,1 Schüler. Für Schleswig-Holstein muss sich dagegen ein Lehrer rechnerisch um 16,8 Schüler kümmern - das ist das schlechteste Verhältnis.   
   
Weiterer Punkt ist die Frage, wie groß der Anteil eines Jahrgangs ist, der anschließend studiert. Diese Liste führt Hessen an - dort beginne 38,4 Prozent eines Jahrgangs ein Studium. In Schleswig-Holstein (letzter Platz) sind es nur 29,6 Prozent. Alle Ergebnisse finden sich bei Spiegel Online.  
  
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  anonymus am 30.01.2012    Ich möchte gern den aktuellen Koalitionsvertrag zitieren: "Beide Seiten wollen einem drohenden Lehrermangel in Thüringen frühzeitig begegnen. Die Koalitionspartner sind sich einig, dass bis 2015 ein Ersatzbedarf im Umfang von 2.500 Vollzeitbeschäftigteneinheiten (VBE) besteht. Um diesen Bedarf zu decken, werden die Ausbildungskapazitäten bedarfsgerecht erhöht und der Einstellungskorridor erweitert. Die Koalitionspartner sind sich weiterhin einig, dass durch geeignete Maßnahmen der kurzfristige Bedarf in den Grundschulen zu decken ist. Zur Sicherung des Ausbaus der Ganztagsangebote an den Schulen werden die erforderlichen pädagogischen Fachkräfte bereitgestellt. Für alle Maßnahmen werden die erforderlichen finanziellen Ressourcen zur Verfügung gestellt." (aus der Vereinbarung zwischen Christlich Demokratischer Union (CDU) Landesverband Thüringen und Sozialdemokratischer Partei Deutschlands (SPD) Landesverband Thüringen, Punkt II. Vereinbarung über die politische Zusammenarbeit, Unterpunkt 5. Schule und Erwachsenenbildung von Oktober 1999)
Passiert ist bisher nichts. Weder wurde der Vertrag von der SPD erfüllt, noch die Erfüllung von der CDU ein geklagt. Nun kann ich nicht sagen, was sich hinter der Erweiterung des "Einstellungskorridors" verbergen soll - wer weiß in welchem politischen Hinterzimmer diese unpräzise und ungreifbare Formulierung entstanden ist -, so zeigt sich doch eins: Die Politikverdrossenheit ist nicht auf ein allgemeines Desinteresse der Bevölkerung zurückzuführen, sondern vielmehr das Ergebnis einer Reaktion auf das stete Hinhalten, das Sich-Herauswinden der Politiker Verantwortung zu übernehmen und die richtigen Konsequenzen aus dem Wissen (daran macht man den Unterschied zwischen Klugheit und Dummheit fest) zuziehen, welche jenseits von Machtbesessenheit und Profilierungssucht eines Einzelnen dem Wohlergehen des Landes dienen sollen. Das Land ha
  Rolf Busch am 25.01.2012    Richtig! Jetzt handeln! Online - Petiton unterschreiben! Online oder Listen ausdrucken: über Weblink oder direkt Weblink
  Rainer Riesch am 19.06.2010    Frage mich, wann und wie Thüringen gegensteuern will. Ist die Landesregierung blind? Es ist doch bekannt, dass die Lehrerschaft überaltert ist und bald reihenweise in Rente geht. Und dann? Gehen dann die Thüringer Schüler in Hessen zum Unterricht, endlich Abwanderung schon vor der Berufsausbildung? Super.
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