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Mittwoch,
22. November 2017
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Reparaturwerkstatt Schule - Diskussion und Anregungen

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Ein Lesetipp für alle, die nach neuen Wegen im Schulsystem suchen und etwas verändern möchten. Einen ungewöhnlichen Text, ungewöhnlich ausführlich hat das Freie Wort in Thüringen veröffentlicht.   
  
Dr. paed. Hilmar Römhild, Studiendirektor a. D., analysiert darin, woran das Schulsysten krankt und gibt Denkanstöße. Der Praktiker war lange Direktor mehrerer Schulen und leitete auch eine Pädagogische Fachschule für Kindergärtnerinnen.  
  
Der Autor spricht viele Aspekte an, wie völlig überfrachtete Lehrpläne oder zu wenig motivierender Erfolg und Lob im Unterricht. Zu seinen Vorschlägen gehört, dass sich stärker für Anerkennung des Lehrerberufs in der Gesellschaft eingesetzt werden müsse und die Bezahlung der Lehrer sich stärker an der Leistung orientieren sollte, als am Alter. Statt es zu akzeptieren, dass ein Großteil der Schüler Nachhilfe in Anspruch nehme, sollten die Schulen mit den eigenen Lehrern Nachhilfestunden geben.  
  
Lesen Sie den Artikel Die Reparaturwerkstatt Schule Weblink im Freien Wort. Halten Sie die Anregungen für sinnvoll?  
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  Norbert Heyer am 23.08.2010    Persönlich bin ich für gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse. Dann sollten sich die Wege trennen. Bedenken muss ich äußern bei dem Ruf nach der Gemeinschaftsschule bis zur 10. Klasse. Denn wenn da nicht im ganzen Lande durchgängig eine gute Lerneinstellung bei allen Schülern gesichert ist, werden die leistungsstarken voll benachteiligt. Es gibt heute Schulstunden, da braucht der Lehrer von 45 Minuten bis zu 30  zur Herstellung von einigermaßen Ruhe und Ordnung. Ich habe mich auf alle Unterrichtsstunden schriftlich vorbereitet. Wer tut das heute noch?  Nach der Wende habe ich einige Zeit in einer privaten Nachhilfeeinrichtung mitgearbeitet. Erkenntnis: Es geht nur um das Geld.  Sieben Jahre habe ich maßgeblich ein Thüringer Modellprojekt mit entwickelt und mit praktiziert für marktbenachteiligte Jugendliche zum Erlernen eines Grundberufes. Der Träger war ein Förderverein e.V., der sich leider mehr mit Kostenplanung und der Sicherung materieller Voraussetzungen befassen musste. Unsummen von Steuergeldern wurden da eingesetzt für eine Arbeit, die eigentlich in staatlicher Verantwortung liegt und wofür ja Schulen aller Ebenen geschaffen sind. Zudem stehen solche Einrichtungen unter ständigem Konkurrenzdruck, der dann auf den Schultern der zu Bildenden ausgetragen wird. Sieht so moderne Bildung aus? Die Zeit für Erziehung bleibt dann jedem selbst überlassen. Wie viel Gegeneinader statt Miteinander herrscht in mancher Schule. Und wenn nicht wenige Lehrer davon sprechen, mit Sehnsucht auf die Pension zu warten, ist das erschreckend. Zivilcourage ist also nicht nur auf vielen Ebenen der täglich politischen Arbeit erforderlich sondern noch viel mehr  für die langfristige Sicherung unseres geistigen Reichtums. Mögen viele Bürger ihre Stimme mit einbringen für eine optimale und gesunde Entwicklung unserer Kinder und Enkel, für ein endlich niveauvolleres Bildungswesen in ganz Deut
  Norbert Heyer am 23.08.2010    Lesermeinung zum Artikel „ Die Reparaturwerkstatt Schule“ vom 21.08.2010
Mit diesem Artikel hat Dr. päd. Römhild einen bedeutsamen, ja sogar historischen Anstoß gegeben, damit sich Tausende Menschen mit einmischen mögen für eine dringend notwendige Verbesserung von Bildung und Erziehung in unserem Lande.
Für eine ordentliche Bildung und Erziehung gibt es unumstößliche Grundsätze und moralische Werte, die nicht weiter zum Spielball von Politikern, Parteien und ihren Machtkämpfen verkommen dürfen.
Unter dem Deckmantel höchster Demokratie werden unsere Kinder gegenwärtig so arg mit Versuchen, mit Unsinn und mit Unrat belastet, ohne an die Folgen zu denken. Und das Fernsehen und Internet leistet dabei in vielen Fällen noch negative Schützenhilfe.
Versuchsschulen, unterschiedliche Gemeinschaftsprojekte, immer zahlreichere Privatschulen und private Nachhilfestunden, unterschiedliche Lehrpläne, Schulbücher und Abschlüsse sind nicht ein Weg nach vorne, sondern rückwärts.
Ich habe selbst einst als junger Lehrer  erleben und mit erarbeiten können, welch gute Lernergebnisse zu erreichen sind, wenn sich Lehrerschaft, Schüler, Eltern und weitere an der Bildung und Erziehung mitwirkende Kräfte gemeinsam um die Kinder und Jugendlichen kümmern und auch Neues gemeinsam durchsetzen. Dazu hat ein Direktor an seiner Schule die entscheidenden Weichen zu stellen. Gemeinsame Hospitationen und Auswertungen, Klassenleiterstunden zur besseren Verständigung über Probleme mit den Schülern, direkte Verbindung mit dem Elternhaus und andere Möglichkeiten wären doch auch heute noch möglich. Muss man denn jedes Jahr angeblich neue Erkenntnisse und Befindlichkeiten bei laufend wechselnden Kulturministern weiter akzeptieren. Man braucht sich nur die unfertige Rechtschreibreform anzusehen.
  Karl-Maria Zülke, Jena am 22.08.2010    Die Überfrachtung der Lehrpläne kritisiere ich auch. Oft lernen die Schüler Dinge, die zweifellos in der Vergangenheit von Bedeutung waren, aber auf die man heute verzichten kann. Ich bin der Ansicht, dass vor allem junge Lehrer an der Erarbeitung von Lehrplänen beteiligt werden müssen. Die Fort- und Weiterbildung der Lehrer ist mangelhaft. Wieso können  heute oft Schüler besser mit einem Computer umgehen als Lehrer und wieso werden in vielen Unterrichtsfächern Computer oft nur für Recherchen und das Lösen von online gestellten Multiple-Choice-Aufgaben eingesetzt? Man sollte Lehrer wirklich nicht nach dem Alter bezahlen sondern nach ihren Leistungen. Das wäre doch auch für viele Lehrerinnen und Lehrer ein Ansporn sich ständig zu qualifizieren, sich Neues anzueignen.
Jeder Lehrer sollte schon genügend freie Tage für seine Erholung haben, aber müssen eigentlich Schülerferien gleich Lehrerferien sein? S Würden wir uns in den Ferien in Kursen weiterbilden, die auch mit einer Überprüfung des angeeigneten Wissens enden, dann würde wohl mehr herauskommen.
Ich unterstütze die Forderung der Jungen Union, dass Lehrer ihre Unterrichtsmaterialien und Stundenverläufe Schülern online zugänglich machen sollten. So können Schüler im Falle des Fehlens den Stoff besser nacharbeiten und Eltern können ihre Kinder gezielter unterstützen.
Ich will hier niemanden kritisieren: möchte vielmehr anstoßen, über Bildung und Erziehung nachzudenken. Doch glaube ich, dass weder hier auf dieser Internetseite noch anderswo eine fruchtbringende Diskussion entflammt? Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen, sagte Sokrates. Sich bewegen heißt, seinen Standpunkt zu ändern, es heißt, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, den Blickwinkel zu verändern - eine neue Sichtweise erhalten.
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