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Nachhilfe schon bei Grundschülern
In Thüringen ist der Bedarf an Nachhilfeunterricht ungebrochen hoch. Das ergab eine Umfrage von MDR THÜRINGEN unter großen Förderinstituten im Freistaat. Demnach nutzen vor allem Gymnasiasten und Regelschüler die Angebote. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 4.000 Nachhilfe-Angebote. Die Studienkreis GmbH fördert an etwa 30 Standorten in Thüringen rund 2.000 Kinder und Jugendliche. Davon sind 92 Prozent elf Jahre und älter. Damit liegt die Zahl der Nachhilfe-Schüler im Bundesdurchschnitt.   
   
Am schwersten fällt den Schülern Mathe, Englisch und Deutsch. Der Bedarf an Zusatz-Unterricht nehme bereits im Grundschulalter zu, sagt ABACUS-Institutsleiterin Andrea Thielken dem MDR. Eltern fürchteten, dass ihre Kinder nicht richtig schreiben lernten. Viele Lehrer vermittelten das Schreiben nach Hören und das bereite den Schülern Probleme. Auch steigende Anforderungen in Gymnasien und Regelschulen, der Verzicht auf Noten an freien Schulen und Unterrichtsausfall verunsicherten Eltern. Daher geht auch die Landeselternvertretung davon aus, dass Schüler außerhalb der Schule Hilfe benötigen, beispielsweise von Angehörigen und Freunden. Lehrer empfehlen Schülern Nachhilfe, wenn sie versetzungsgefährdet sind oder sie dem Unterricht auch nach individueller Förderung nicht folgen können. Sie beklagen in diesem Zusammenhang, nicht genug Reservestunden zum Üben zu haben.   
   
Zum Heureka-Förderinstitut in Erfurt kommen derzeit verstärkt Flüchtlingskinder und versetzungsgefährdete Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Kinder von Hartz IV-Empfängern bekommen eineinhalb Stunden Nachhilfe pro Woche aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes bezahlt. Heureka-Geschäftsführer Wulf Pirk deckt den Bedarf vor allem mit pensionierten Lehrern oder Lehrern, die an staatlichen Schulen in Teilzeit unterrichten.   
   
Allerdings gibt es an staatlichen Schulen nun wenige Lehrerinnen und Lehrer, die einen Nachhilfejob angemeldet haben. Vier der fünf Schulämter in Thüringen teilten MDR THÜRINGEN auf Nachfrage mit, dass nur einzelne Lehrer entsprechende Anträge gestellt hätten. Die Nebentätigkeit werde mit der Vorgabe genehmigt, dass die Lehrer keine eigenen Schüler unterrichten dürfen. In Thüringen kosten 45 Minuten Nachhilfe zwischen 7,50 Euro und 15 Euro.
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