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Viele Fragen zum Corona-Schulalltag
In Thüringen suchen immer mehr Lehrerinnen und Lehrer fachliche Hilfe und Beratung zum Umgang mit Corona-Vorgaben. Wie der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbands (Tlv), Rolf Busch, MDR THÜRINGEN sagte, die Zahl an Anfragen an das Tlv-Krisenteam sei von im Schnitt drei auf nun bis zu 40 am Tag hochgeschnellt. Das Krisenteam des Lehrerverbands arbeitet seit fünf Wochen.
  
So hätte es vor allem Fragen dazu gegeben, wie Hygienemaßnahmen umgesetzt werden sollen und wie der Mehraufwand für die Schulen mit weniger Personal gestemmt werden soll. „Großes Problem ist, dass die Schulen die Verantwortung übertragen bekommen haben und dies nun allein bewältigen müssen. Das geht los beim Schulleiter, der den Kindern Fieber messen muss und der Lehrkraft, die zum Reinigen der sanitären Anlagen eingeteilt wird“, berichtet Busch vom neuen Schulalltag und kritisiert mangelnde Unterstützung seitens des Bildungsministeriums.
  
Der Aufwand sei für die Lehrer mit Beginn der schrittweisen Wiedereröffnung von Schulen gestiegen, dazu gehöre unter anderem auch die Notbetreuung, die schulische Betreuung der Kinder im Homeschooling und dem Abhalten des „normalen“ Unterrichts.  
„Da gibt es Schulleiter in Thüringen, die sagen „Was geht, geht!“ und wieder andere, die von ihren Lehrerinnen und Lehrern fordern, von jetzt auf gleich alles mit einem Mal zu machen“, sagt der Tlv-Vorsitzende. Insbesondere für Kollegen mit Kindern sei der psychische Druck groß. „Die wissen nicht wohin mit ihren Kindern, weil sie selbst nicht zur Gruppe der Notbetreuung gehören, wenn der Partner nicht auch Anspruch hat, und bekommen dann noch zusätzlichen Druck von ihren Schulleitern“, sagte Busch. Er appellierte an das Bildungsministerium für mehr Personal und Unterstützung zu sorgen, gerade weil ein Großteil der Pädagogen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe nicht vor den Schülern unterrichten kann.  
 
Auch für die Schüler sei der Unterricht als solcher nun ein anderer. „Die Kinder kommen mit Masken, haben in den vergangenen Wochen unterschiedliches erlebt, sehen zum ersten Mal ihre Freunde wieder und haben auch schlichtweg Angst vor der Krankheit“, berichtet der Tlv-Vorsitzende. Sie bräuchten jetzt Lehrkräfte, die ihnen Halt geben könnten und nicht solche, denen zu viel Druck gemacht würde.
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