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25. April 2017
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Thüringer Schulen schaffen Noten und Sitzenbleiben ab

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11.3.2011 Thüringen geht neue Wege: In den Klassenstufen 3, 5 und 7 wird das Sitzenbleiben abgeschafft. In der neuen Gemeinschaftsschule wird das Sitzenbleiben komplett bis Klasse 8 gestrichen.   
   
Gemeinschaftsschulen dürfen zudem bis zur 8. Klasse auf Noten verzichten. Generell sollen Zensuren durch verbale Einschätzungen ergänzt werden. Die Schuleingangsphase soll generell altersgemischt sein.   
   
Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) will diese Neuerungen der Thüringer Schulordnung heute verkünden, das berichtet die Thüringische Landeszeitung aus Weimar. Die schulische Bildung soll mehr auf die individuelle Förderung der Mädchen und Jungen ausgerichtet werden. Außerdem sollen Schüler einfacher zwischen den Schularten wechseln können.   
   
Keine Zensuren, kein Sitzenbleiben - was halten Sie von den Neuerungen? Ist das ein richtiger Weg? Wie wird das die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer beeinflussen? Diskutieren Sie mit.
Hier können Sie mitdiskutieren! Ihre Meinung? Neueste Kommentare stehen oben.
  Stephanie Gries am 03.11.2014    ENDLICH der erste kleine Schritt in die richtige Richtung!!!
Noten sind absolut keine Motivation für das Lernen. Sie erzeugen Druck und Angst damit lässt sich nicht gut lernen. Selbst Kinder, die gute Noten erhalten, wissen nicht mehr. Nach der Abfrage des Gelernten ist eben dieses schnell wieder verschwunden (Bulimielernen).
Nach Erkenntnissen der Neurologen können wir Kinder nicht dazu bringen, etwas zu lernen, was sie gar nicht lernen wollen-
wir können sie nur dazu EINLADEN!
  Stefanie Strotzer am 23.03.2011    Diese politische Entscheidung scheint keinen Bezug zur heutigen Gesellschaft zu haben. Als Nichtpädagoge stelle ich mir folgende Fragen:
Wie soll ein Kind, was in der Schule keine Leistung erbringen musste, weil es auch ohne den entsprechenden Lernstand versetzt wurde, den Leistungsanforderungen im späteren Berufsalltag gerecht werden? Wie soll ein Lehrer Wissen, Fähigkeiten und Werte vermitteln, ohne die Möglichkeit zu haben die Lernfortschritte seiner Schüler anhand von Schulnoten feststellen zu können?
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Im folgenden Berufsleben wird der ehemalige Schüler anhand seiner Leistung beurteilt werden.
Jeder Schüler sollte am Ende des Schuljahres eine Rückkopplung seiner Lernfortschritte bekommen, wenn diese nicht ausreichend waren, sollte er das Schuljahr wiederholen um Leistungsdefizite auszugleichen. Bleiben dann in Klasse 8 60% der Schüler sitzen, die in den vorigen Schuljahren ohne genügend Kenntnisstand versetzt wurden?
  Thomas Mühl am 22.03.2011    Ich bin durch die Suche zum neuen Thüringer Schulgesetz auf diese Seite gestoßen. Die Abschaffung von Schulnoten ist für mich als Nichtpädagoge eine nicht nachvollziehbare Weg, eine bewährte Möglichkeit Schüler einzuschätzen. Sagt denn eine Note nicht mehr als eine seitenlangen Eischätzung, in der Defizite durch die Blume auf dem Schmusekurs überreicht werden. Das Abschaffen des Sitzenbleiben ist der nächste Geniestreich. Wer die geforderten Leistungen nicht bringt kann nicht versetzt werden. Warum sollen sich Schüler anstrengen und lernen, wenn dadurch keine Konsequenzen entstehen. Glaubt Herr Matschie, dass ein 6-jähriger Schüler freiwillig lernt um später seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Warum wird nicht gleich die Dummheit und Faulheit in Thüringen verboten. Herrn Matschie rate ich sich an der Basis des Bildungssystems zu bewegen, bevor Gesetze beschlossen werden, die jedem Leihen die Haare zu Berge stehen lassen.
  Herr Müller am 13.03.2011    Ich finde gut, dass es nun eine verbale Leistungseinschätzung geben soll. Das hilft den Schülern. So können ihre Stärken und Schwächen wesentlich besser beschrieben werden als nur mit einer Note.
  Sven Wachsmut am 12.03.2011    Ich finde diese Regelungen toll. Man sollte die Noten überhaupt abschaffen und nicht nur in der Gemeinschaftsschule bis Klasse 7, dann hätten Schüler und Eltern weniger Stress. Ich als Lehrer begeistere meine Schüler durch Methodenvielfalt, das regt sie zum Lernen und Entdecken von Neuem an. Probleme mit Disziplin kenne ich nicht. Ich bin für meine Schüler den ganzen Tag da. Auch nachmittags! Jeder kann zum üben kommen bis er es kann, da bleibt auch keiner sitzen.
  Katrin Holzberger am 11.03.2011    Ich bin dafür. Kinder müssen von uns Lehrern motiviert werden, dass lernen Spaß macht und ihnen etwas nutzt. Kurzfristig nur für Zensuren zu lernen geht in die falsche Richtung. Sicher ist das mit Mehrarbeit  verbunden, die ich aber gerne leiste.
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