Der Bildungstreff für Lehrerinnen und Lehrer. Unterrichtsmaterial - kostenlos Arbeitsblätter - Nachrichten
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Tagesthemen
Freitag,
23. Juni 2017
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— Klassenleiter —

Wandern mit Schülern

Wanderungen im Gebirge
Bergwandern kann zum einen wegen der aeroben Belastung gesundheitsförderlich sein, zum anderen kann es wertvolle Natur- und Sozialerlebnisse ermöglichen. Diesen positiven Aspekten stehen zahlreiche Gefahren und die daraus resultierende hohe Unfallhäufigkeit gegenüber. Das Bergwandern ist mit einem Anteil von über 30 Prozent die unfallträchtigste Disziplin im Bergsport. Ursächlich für Unfälle beim Bergwandern sind zum einen das Verhalten bzw. das Fehlverhalten der Bergwanderer, zum anderen die objektiven Rahmenbedingungen, die sich aus der alpinen Umwelt und den Wetterbedingungen ergeben. Um Unfälle beim Bergwandern zu vermeiden, ist zum einen eine gute Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler, zum anderen eine kompetente Vorbereitung und Durchführung der Wanderung seitens der Lehrkraft erforderlich.

Kleidung und Ausrüstung
Zur Ausrüstung der verantwortlichen Lehrkraft und/ oder der Begleitpersonen sollte u. a. gehören: Trillerpfeife, mehrere Taschenlampen, Messer, Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Material,
aktuelle Karte sowie ggf. Höhenmesser und Kompass. Alle Schülerinnen und Schüler müssen geeignetes Schuhwerk tragen, d. h. formstabile, hohe und knöchelumschließende Schuhe mit
Profilsohle. Zur Ausrüstung der Schülerinnen und Schüler sollten ebenfalls Kopfbedeckung, Ersatzhemd, Pullover, Anorak/Regenschutz und Handtuch gehören.

Verhalten und Organisation
Bei der Auswahl der Touren muss die Lehrkraft die körperliche Leistungsfähigkeit, das Sozialverhalten und eventuelle gesundheitliche Probleme (insbesondere Kreislauf- und Atemfunktionsschwächen) der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Maßstab für die Tourenauswahl ist die Leistungsfähigkeit der schwächsten Schülerin bzw. des schwächsten Schülers. Die Wanderstrecken müssen der verantwortlichen Lehrkraft bekannt sein. Dies ist häufig nur dann möglich, wenn sie über Ortskenntnisse verfügt und die Strecke im Rahmen ihrer Vorbereitung inspiziert hat. Die Schülerinnen und Schüler müssen über die Gefahren beim Bergwandern in formiert sein. Sie müssen darüber hinaus das alpine Notsignal und das Verhalten bei besonderen Gefahren, z. B. Steinschlag und aufziehendes Gewitter, kennen.
Die Lehrkraft sollte akustische und/ oder optische Signale mit den Schülerinnen und Schülern vereinbaren, um auch in unübersichtlichen und kritischen Situationen im Gebirge die Verständigung zu gewährleisten.

Verhalten und Organisation
Die Schülerinnen und Schüler müssen auf die ungewohnte körperliche Belastung im Rahmen des Schulsports vorbereitet werden. Eine Bergwanderung muss von einer verantwortlichen Lehrkraft und mindestens einer weiteren Begleitperson durchgeführt werden. Eine von beiden, ggf. gemeinsam mit einem Wanderführer, geht während der ganzen Wanderung voraus und bestimmt den Weg, die Pausen und vor allem das Gehtempo. Die markierten Wanderwege dürfen nicht verlassen werden. Während des Bergwanderns muss die verantwortliche Lehrkraft des Öfteren die Vollzähligkeit der Gruppe überprüfen. Aus Sicherheitsgründen sollte die verantwortliche Lehrkraft vor Beginn einer Bergtour die Gruppe in der Jugendherberge, dem Hotel o.Ä. abmelden und Angaben über die geplante Tour hinterlassen.

Fachliche Voraussetzungen der Lehrkräfte
Bergwanderung mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer schulischen Veranstaltung können Lehrkräfte nur dann anbieten, wenn sie entweder selbst oder eine der Begleitpersonen über die notwendigen Kompetenzen verfügen. Ist dies nicht gegeben, muss
ein kompetenter Bergführer die Gruppe führen.
Fachliche Voraussetzungen sind:
Kenntnis über die notwendige Ausrüstung im Gebirge und deren Verwendung. Kenntnis der Karten- und Wetterkunde, der Gefahren im Gebirge und des Verhaltens bei Notfällen im Gebirge. Kenntnis der Tourenplanung mit Gruppen. Kenntnis und Beherrschung von einfachen Sicherungstechniken und Führungsverhalten beim Bergwandern/Bergsteigen mit Gruppen. Kenntnis der physischen und psychischen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern und Jugendlichen. Kenntnis von Rechts- und Versicherungsfragen. Auch wenn Bergwandern im Rahmen schulischer Veranstaltung von Bergführern geleitet werden, sind die begleitenden Lehrkräfte im Sinne der schulrechtlichen Bestimmungen für diese Veranstaltung verantwortlich. Sie müssen sich demzufolge im Rahmen der Vorbereitung der Veranstaltung über die örtlichen Gegebenheiten, die Qualifikation des Bergführers und die Sicherheitsvorkehrungen informieren.
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Cuando el pescado entra en casa de un pobre uno de los dos esta malo. (Ramoncin)
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