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Samstag,
22. September 2018
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— Unterricht —

Bewerbungen sind Eigenwerbung

Bewerbungen sind ein wichtiges Unterrichtsthema. Dabei sollten die Schüler vor allem lernen, dass es nicht DIE einzig richtige Bewerbung gibt. Vielmehr sollten die Lehrer ihnen Werkzeuge an die Hand geben, um sich erfolgreich bewerben zu können. Und mögliche Fallstricke sollten angesprochen werden, um diese vermeiden zu können.     
      
Klar ist, auch Bewerbungen unterliegen einem ständigen Wandel. In Branchen in denen Arbeitskräfte händeringend gesucht werden, kann sich mancher den nächsten Job durchaus schnell per Facebook- oder sogar per WhatsApp-Nachricht sichern. Und in internetaffinen Branchen versprechen Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn zügigen Erfolg. Gerade in kreativen Branchen bietet sich eine eigene Website mit ergänzenden Informationen oder ein Bewerbungsvideo an.   
     
Ein sympathisches Bewerbungsvideo-Beispiel aus der Modebranche.     
   
Trotz aller neuen Möglichkeiten, bleibt eines unverändert: Der Inhalt. Egal mit welchen Mitteln, gilt es, möglichst persönlich und authentisch für sich selbst zu werben. Die eigenen Stärken und Fähigkeiten sind dabei - ohne dabei zu übertreiben - herauszustellen. Und dem Adressaten muss vermittelt werden, weshalb man selbst am besten ins Unternehmen passt.     
Dabei sollte begründet werden, weshalb der Bewerber gerade diese Position anstrebt. Hilfreich ist es, die eigene Bewerbung immer auch aus dem Blickwinkel des Unternehmens zu lesen: Beim Verfassen sollte man sich also fragen, was hat das Unternehmen davon, wenn es mich einstellt?     
   
Stellenangebot oder Initiativbewerbung?      
   


Prinzipiell sind beide Varianten zu empfehlen. In jedem Fall sollte die Bewerbung individuell zugeschnitten werden. Beim Stellenangebot muss auf die geforderten Eigenschaften und Qualifikationen in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten eingegangen werden. Bei der Initiativbewerbung muss schlüssig begründet werden, weshalb der Bewerber dieses Unternehmen ausgewählt hat und was ihn reizt. Er sollte darlegen, weshalb er wie ein "Puzzleteil" in die Firma passt und wie er sich einbringen möchte.     
   
Musterbewerbungsschreiben können allenfalls als grobe Orientierung dienen. Keinesfalls sollten ganze Textpassagen kopiert werden. Aber Übersichten über den inhaltlichen Aufbau, Formulierungsanregungen und durchdachtes Bewerbungslayout sind sinnvoll. Gute, praxisnahe Hinweise dieser Art finden sich in der Fachliteratur.     
   
Drei Seiten sind ausreichend

   
   
Die klassische, schriftliche Bewerbung besteht aus einem Anschreiben und dem Lebenslauf. Das Anschreiben, auch Bewerbungsschreiben oder Motivationsschreiben genannt, hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Oft entscheiden die Personaler mit einem Blick darauf, ob sie sich die Bewerbung überhaupt ausführlicher ansehen.     
Als nächstes folgt der Lebenslauf, der eine, höchstens zwei Seiten umfassen sollte. Er sollte tabellarisch ausgearbeitet sein. Die Punkte sind so auszuwählen, dass sich ein passgenaues Bild zur gewünschten Stelle ergibt.     
   
Das Anschreiben   
     
Der Absender muss ganz oben im Bewerbungsschreiben stehen, entweder als Kopfzeile oder links über dem Adressaten. Hier sollte möglichst der Personalverantwortliche namentlich genannt werden. Auch in der Anrede kann dieser idealerweise genannt werden, eine unpersönliche Anrede ("Sehr geehrte Damen und Herren") ist ebenfalls möglich.

     
   
Floskeln sollten unbedingt vermieden werden. Der Bewerber sollte zu Beginn begründen, weshalb er sich bewirbt. 

Im Hauptteil folgt, warum ausgerechnet der Bewerber oder diese Bewerberin bestens für die Stelle geeignet ist. Geht es um eine Stellenanzeige, sollte hier auf die geforderten Qualifikationen Bezug genommen werden.     
Der Hauptteil wird zielgerichtet und informativ gestaltet und soll möglichst viel über den Bewerber oder die Bewerberin verraten. Die sozialen Kompetenzen werden an dieser Stelle erwähnt, und optionale Informationen wie Gehaltsvorstellungen und der mögliche Einstellungstermin gehören hierher.   
   
Bewerbungsfoto?    
     


Im Schlussteil wird in ein bis zwei Sätzen formuliert, dass man sich auf das Vorstellungsgespräch freut. Das ist eher formell und lässt nur wenig Variation zu. Datum und Unterschrift dürfen nicht fehlen. Es folgt zuletzt eine Aufstellung, welche Unterlagen beigelegt sind.


 Das können Qualifikationsnachweise, Abschluss- und Arbeitszeugnisse oder auch ein Foto sein.     
   
Gerade über Bewerbungsfotos wird heutzutage oft diskutiert. Denn niemand darf gezwungen werden, ein Bild beizulegen. Doch gerade in Berufen mit Kundenkontakt, ist ein seriöses, freundliches Bewerbungsfoto zu empfehlen. Das Foto sollte professionellen Ansprüchen genügen, also kein Urlaubsschnappschuss sein.     
Auch in anderen Berufen ist ein freundliches Foto sicher eher ein Vorteil, als ein Nachteil. Denn im Zweifelsfall animiert das Fehlen eines Fotos den Personaler dazu im Internet nach dem Bewerber zu suchen. In diesem Zusammenhang sollte jeder generell prüfen, ob er möglicherweise manches zweifelhafte Posting bei Facebook & Co vor dem Abschicken der Bewerbung lieber löscht.      
     
Fehlerfrei und knackig

   
     
Von einem Bewerbungsschreiben wird grundsätzlich erwartet, dass es fehlerfrei ist. Das Layout sollte klar und schlicht sein, so dass der Fokus auf den Inhalten liegt. Seriöse, schnörkellose Formulierungen, die gegebenenfalls Emotionen wecken und ansprechen, sind gefragt. Verzichten sollen Bewerber auf exotische Schriftfonts, grelle Farben und ablenkende Designs. Und generell gilt: Weniger ist mehr!
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Körpersprache enthüllt
Es gibt Menschen, an denen ist die Evolution ohne jeden Zweifel spurlos vorübergegangen. (Monika Gruber in "Neues aus der Anstalt")
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