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25. April 2017
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Gerichtsklage gegen teuren CAS-Schultaschenrechner

Solche CAS-Rechner sollen Gymnasiasten nutzen - Schulfuchs.de
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Solche CAS-Rechner sollen Gymnasiasten nutzen
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18.7.2011 Der Streit um die Einführung des grafikfähigen Taschenrechners CAS an Thüringer Gymnasien geht vor Gericht. Wie ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Gera dem MDR THÜRINGEN sagte, ist eine entsprechende Klage eingegangen. Geklärt werden müsse, ob der Beschluss der Landesregierung rechtmäßig sei, die Eltern zum Kauf eines speziellen Taschenrechners zu verpflichten.   
   
Geklagt hat der Vater eines Gymnasiasten am Ulf-Merbold-Gymnasium in Greiz. Nach seiner Ansicht wird mit dem Beschluss gegen die Lernmittelfreiheit verstoßen. Zunächst soll in einem Eilverfahren geklärt werden, ob der Sohn des Klägers einen Taschenrechner geliehen bekommt.   
   
Das Bildungsministerium hatte im Januar 2011 beschlossen, die sogenannten CAS-Rechner ab Schuljahresbeginn 2011/2012 verpflichtend einzuführen. Nach Angaben des Ministeriums sollen sie ab 2014 in den Abiturprüfungen benutzt werden.   
   
Die Taschenrechner kosten rund 120 € und können komplexe Gleichungen lösen, Daten erfassen und grafisch darstellen, geometrische Objekte konstruieren und Texte erfassen. Kritisiert wurde die Einführung des Taschenrechners unter anderem von Elternvertretern und der Thüringer FDP.  
  
Bildungsministerium reagiert gelassen  
  
Das Bildungsministerium sieht der Klage gegen die Einführung des grafikfähigen Taschenrechners CAS an Thüringer Gymnasien gelassen entgegen. Wie Sprecher Gerd Schwinger dem MDR THÜRINGEN mitteilte, fällt der Rechner nach Ansicht des Ministeriums nicht unter die für Bücher und Lernsoftware geltende Lehr- und Lernmittelfreiheit. Vielmehr handele es sich um Computer-Hardware. Zudem verwies das Ministerium auf die Möglichkeit für Schüler aus sozial schwachen Familien, den Rechner kostenlos zu erhalten. Dafür müsse die Familie ihre Bedürftigkeit auch nicht nachweisen, sagte Schwinger dem MDR.  
   
Nach Angaben des Bildungsministeriums wurde mit dem Hersteller der Rechner, "Texas Instruments", vereinbart, dass es bei Sammelbestellungen der Schulen Freiexemplare gibt. Ihre Anzahl soll sich nach der sogenannten Quote der Empfänger von Arbeitslosengeld II im Landkreis oder der kreisfreien Stadt richten. Sie beträgt nach letzten Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit landesweit 12,3 %. Die Landesregierung geht davon aus, dass die Freiexemplare ausreichen werden.  
   
Gestern hatte ein Vater aus Greiz beim Verwaltungsgericht Gera Klage gegen die Einführung des grafikfähigen Taschenrechners eingereicht. Seiner Ansicht nach verstößt das gegen die Lehr- und Lernmittelfreiheit. Auch die Landeselternvertretung Thüringen unterstützt diese Auffassung und hat dem klagenden Vater Hilfe angeboten. Der Rechner kostet rund 120 Euro und soll ab August von Gymnasiasten ab der 10. Klasse verpflichtend im Mathematik- und Geografieunterricht benutzt werden.
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